Bachelorstudiengang Publizistik

Im Bachelorstudiengang Publizistik erhalten Sie eine hochklassige akademische Ausbildung. Sie erlernen Methoden der empirischen Sozialwissenschaft und nutzen diese, um aktuell relevante Fragestellungen zu behandeln. Hierbei stehen Ihnen verschiedenste Bereiche offen, etwa politische Kommunikation, Medienwandel und Medienwirkungsforschung.

Sie befassen sich in Ihrem Studium mit allen wichtigen Teilgebieten der Kommunikationswissenschaft:

  • Kommunikatorforschung
    z.B. „Wie hat sich die Arbeit von Journalist*innen im Laufe der Zeit verändert?”
  • Aussagenforschung
    z.B. „Hat sich der Anteil von Hasskommentaren im Internet in den letzten Jahren erhöht?”
  • Medienforschung
    z.B. „Wird es in den nächsten zehn Jahren noch Print-Tageszeitungen geben?”
  • Rezipientenforschung
    z.B. „Welchen Medien vertrauen Menschen, wenn sie verlässliche Informationen erhalten wollen?”
  • Wirkungsforschung
    z.B. „Macht der häufige Konsum gewalthaltiger Fernsehsendungen Menschen aggressiver?“

Der Bachelorstudiengang Publizistik ist ein Zwei-Fach-Bachelor, der aus einem Kernfach und einem Beifach besteht. Sie können Publizistik als Kernfach oder als Beifach studieren. Ihr zusätzliches Bei- oder Kernfach können Sie nach Interesse oder Ihren beruflichen Zielen innerhalb der Zwei-Fach-Bachelorstudiengänge frei kombinieren. Zur Übersicht aller Studienfächer an der JGU gelangen Sie hier.

Ihr Studienverlauf

Hier erlernen Sie die Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens und die grundlegenden Theorien und Methoden der Kommunikationswissenschaft. Dazu gehören auch Statistik und Datenanalyse. Aber keine Sorge: Statistik ist kein Hexenwerk. In der entsprechenden Vorlesung, in Übungen und Tutorien, die von studentischen Tutor*innen angeleitet werden, wird Ihnen das statistische Grundverständnis Schritt für Schritt vermittelt.
Nachdem Sie die grundlegenden Fähigkeiten des kommunikationswissenschaftlichen Arbeitens erworben haben, vertiefen Sie Ihre Kenntnisse im dritten und vierten Semester in verschiedenen Themengebieten.

Dazu gehören

  • Medienrecht
  • Mediengeschichte
  • Politische Kommunikation
  • Mediennutzung
  • Neue Medien und Medienkonvergenz

Im Rahmen von anwendungsorientierten Methodenseminaren gestalten Sie gemeinsam in den Kursen „Befragung“ und „Inhaltsanalyse“ eigene Forschungsprojekte. Dabei stehen Ihnen inhaltlich verschiedene Themenschwerpunkte offen.

Im letzten Abschnitt Ihres Studiums setzen Sie sich mit den spannenden Themen Öffentliche Meinung und Medienwirkung auseinander und führen in diesem Rahmen im Kurs „Experiment“ ein letztes empirisches Forschungsprojekt durch. Außerdem steht im letzten Studienabschnitt die Bachelorarbeit an. Hier verfassen Sie i.d.R. eine Theoriearbeit zu einem selbstgewählten Thema aus Ihrem Interessensgebiet.

Während des Studiums:
Studentische Initiativen wie die Institutszeitung Publizissimus, die PR-Initiative kommoguntia oder der Fachschaftsrat bieten vielfältige Möglichkeiten, sich auch neben dem Studium in verschiedenen Themenfeldern zu engagieren, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Beliebte Veranstaltungen am Institut für Publizistik wie die legendäre Riverboat-Shuffle oder der Publi-Kick bieten die Möglichkeit, auch abseits des Hörsaals mit Kommiliton*innen und Dozierenden ins Gespräch zu kommen. Über den Tellerrand blicken Sie in Praktika und, wenn Sie möchten, einem Auslandssemester hinaus.

 

Nach dem Studium

In Ihrem Studium der Publizistik lernen Sie die Beziehungen zwischen Medienschaffenden, deren Handeln und Erzeugnissen, Rezipient*innen und Gesellschaft kennen und verstehen. Sie können Forschungsergebnisse produzieren, analysieren, kritisch reflektieren und daraus Empfehlungen für strategisches Handeln ableiten und anderen vermitteln. Zusammen mit den Grundkenntnissen der eigenen Medienproduktion sowie der vertieften Methodenausbildung bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, im Anschluss an das Studium mit, über oder in den Medien zu arbeiten.

Absolvent*innen der Publizistik arbeiten typischerweise in folgenden Bereichen:

  • Medien und Journalismus
  • Public Relations/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (in der freien Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst)
  • Markt-, Meinungs- und Sozialforschung
  • Werbung/Marketing
  • Kommunikationsberatung und (angewandte) Kommunikationswissenschaft
  • Wissenschaft (z.B. Universität, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Projekte)
  • Politik und Soziales (z.B. Ministerien, Parteien, Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Verbände und Vereine)
  • Auslandsbeziehungen (z.B. Tourismus, Handelsbeziehungen, Verbände, Vereine, Auswärtiger Dienst, internationale Organisationen)
  • Öffentlicher Dienst und Verwaltungen (z.B. Fachreferent*in)
  • Bildung und Kultur (z.B. Theater, Museen, Bildungseinrichtungen, Erwachsenenbildung, Bibliotheken, Archive, Dokumentationen)
  • Wirtschaft (z.B. Unternehmensberatung, Consulting, Marketing, Materialwirtschaft, Personalwesen, Betriebliche Weiterbildung)
  • Medienpädagogik
  • sonstige redaktionelle Arbeiten (Verlagswesen, Lektorat)

Auch wenn die Publizistik keine Journalist*innenausbildung darstellt, so existiert am Standort Mainz eine exzellente Anbindung an das Mediengebiet Rhein-Main. Es besteht die Möglichkeit, auf direkte Kontakte zu Medienschaffenden bei großen Medienhäusern (z.B. ZDF, SWR, FAZ) zuzugreifen sowie auf zahlreiche Praktikumsplätze in mediennahen Gebieten. Über das gut funktionierende Alumni-Netzwerk des Instituts für Publizistik können Sie zudem mit Medienschaffenden ins Gespräch kommen und Berufsbilder kennenlernen.

Was soll ich mitbringen?

Sie sollten für das Publizistikstudium ein grundlegendes Interesse am Mediensystem, an verschiedenen Mediengattungen, -inhalten und -formaten sowie ein gewisses Maß an Medienkompetenz mitbringen. Dazu gehört auch, dass Sie selbst Massenmedien nutzen und Spaß daran haben, diese Nutzung zu reflektieren.

Ein Grundverständnis von gesellschaftlichen Zusammenhängen rund um das Mediensystem (Politik – Medien – Gesellschaft) sowie Erfahrungen im journalistischen Arbeiten oder der Produktion von Medieninhalten sind von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung. Sie können auch während des Studiums gesammelt oder vertieft werden.

Spaß an empirischen Methoden und deren Auswertung, an zwischenmenschlicher Kommunikation und am Arbeiten im Team sowie ein gutes Gespür für Sprache helfen Ihnen bei den vielfältigen Arbeitsformen im Studium.

Für das Studium benötigen Sie sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen oder einzelne Seminare auf Englisch besuchen zu können. Die Sprachkenntnisse müssen Sie aber weder vor dem Studium noch währenddessen nachweisen.